In Köln müssen Touristen künftig Eintritt für den Dom zahlen. Das Bistum Aachen schließt einen solchen Schritt für die Zukunft nicht aus.
Die Meldung sorgte Anfang März für Aufsehen und Kritik: Touristen sollen künftig für den Zutritt zum Kölner Dom Eintritt zahlen (Jesus.de berichtete). Der Grund: Der Dom hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Defizite verzeichnet, teilte der Dombau-Verein mit. Die Rücklagen seien in „absehbarer Zeit“ aufgebracht.
Wie sieht es mit großen Kirchen in anderen Städten aus? In Speyer, Mainz, Dresden und München bleibt der Eintritt in die Gotteshäuser weiterhin kostenlos, ergab eine Umfrage des Online-Portals katholisch.de. Das Bistum Aachen schließt ein Eintrittsgeld für den Aachener Dom dagegen nicht gänzlich aus. Grundsätzlich bestünden die „gleichen Herausforderungen“ wie in Köln. Das Domkapitel investiere pro Jahr mindestens eine Million Euro allein an Baukosten, teilte eine Sprecherin auf katholisch.de-Anfrage mit. Dazu kämen Energiekosten, Materialkosten, Personalkosten und Ausgaben für die Domschatzkammer, die Domsingschule oder die Dommusik.
Eine gegenläufige Entwicklung gab es in Ulm. Bis 1985 mussten Besucherinnen und Besucher den Eintritt in das Ulmer Münster bezahlen. 1985 wurde dies – bis auf den Turmaufstieg – abgeschafft. Wesentliche Säule des Domerhalts sei der Münsterbauverein. Die Münchner Frauenkirche finanziert sich laut Angaben vor allem durch Spenden, Kerzengelder, Erlöse aus dem Domshop oder Eintrittsgelder für den Südturm – plus finanzielle Zuschüsse durch die Erzdiözese. Die Frauenkirche in Dresden wiederum wird durch eine Stiftung getragen. Beim Kaiserdom in Speyer trägt das Land Rheinland-Pfalz seit 2009 insgesamt 40 Prozent der „substanzerhaltenden Maßnahmen“.
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