Papst Leo XIV warnt vor „der Versuchung durch KI“

Fuente: Jesus.de

Leo rief im Rahmen einer offenen Fragerunde zu einer „glaubwürdigen, geistlich verwurzelten Seelsorge“ auf und warnte davor, menschliche Nähe durch Soziale Medien oder KI zu ersetzen, berichtet VatikanNews. Der Papst mahnte, die eigene Selbstständigkeit nicht aus dem Fokus zu verlieren, nur weil Künstliche Intelligenz uns so viele leichte „Versuchungen“ biete.

Papst Leo XIV warnt vor „der Versuchung durch KI“
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Eine dieser Versuchungen sei es beispielsweise, Predigten mit KI zu verfassen. „Eine echte Predigt schreiben bedeutet, den Glauben mit anderen zu teilen“, so Leo. „Die Leute wollen deinen Glauben wahrnehmen, deine Erfahrung, Christus und seine Botschaft erlebt und geliebt zu haben. Das ist etwas, was wir jeden Tag pflegen müssen.“ Zudem könne die exzessive Nutzung von KI unserer Intelligenz schaden: „Alle Muskeln sterben ab, wenn wir sie nicht mehr nutzen, und deshalb muss auch das Gehirn benutzt werden, damit wir unsere Intelligenz nicht verlieren“, erklärte der Papst.

Gleichwohl nutzt auch der Vatikan die Möglichkeiten von KI. Erst vor zwei Wochen hatte die Katholische Nachrichten-Agentur KNA mitgeteilt, dass der Vatikan eine KI-Simultanübersetzungs-Technik im Petersdom testet. Mit ihrer Hilfe soll es möglich sein, die Predigt des Papstes in der Osternacht simultan in 60 Sprachen zu verfolgen (Bericht: Domradio).

Smartphone schürt Einsamkeit

Die digitale Welt verspreche Nähe, schaffe aber oft Distanz, warnte der Papst – und verwies dabei auf die exzessive Nutzung von Smartphones. Das Telefon in der Tasche suggeriere „Nähe“ zu Freunden, aber tatsächlich fehle der „echte menschliche Kontakt.“ Es entstehe eine Distanz, eine gewisse Kälte im Miteinander, „ohne die Tiefe und den Reichtum wirklicher menschlicher Beziehungen zu erfahren,“ sagte Leo.

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Intensiver Online-Konsum stelle vor allem für junge Menschen eine Gefahr dar, betonte Leo. Jugendliche würden dazu verführt, ihr Selbstbewusstsein von Likes und Followern in den Sozialen Netzwerken anhängig zu machen. Dies sei oft eine Täuschung. „Das bist nicht du.“ Zudem münde der Online-Konsum manchmal in „Symptome einer besorgniserregenden Aggressivität, die nicht selten in Gewalt mündet“, sagte er laut Domradio. Leo warb für eine „realistische und einfühlsame Begleitung“ Jugendlicher und junger Erwachsener. Es gelte, sie ernstzunehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Nähe und echtes Kennenlernen anderer seien der Weg für eine wirksame Seelsorge.

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