Steigt Anna-Nicole Heinrich aus?

Fuente: PRO Medienmagazin

Zumindest zwischen den Zeilen, kann man einem aktuellen Interview von Anna-Nicole Heinrich mit der „Zeit“ entnehmen, dass sie im kommenden Jahr vielleicht nicht wieder für ihr Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) antreten wird. „Präses zu sein, ist supercool, aber ein Ehrenamt, das man sich leisten können muss“, sagt sie da, und dass sie bald in Vollzeit arbeiten wolle. „Außerdem spiele ich seit ein paar Jahren Trompete und würde gern wieder in den Posaunenchor einer Regensburger Kirchengemeinde einsteigen. Kirche wird so oder so immer ein Teil von mir bleiben.“

Steigt Anna-Nicole Heinrich aus?
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Es ist nicht das einzig Bemerkenswerte an diesem Gespräch. So erklärt Heinrich etwa, sie bereue die Einladung einer Aktivistin der Letzten Generation zur Synode im Jahr 2022 nicht. Das hatte damals für kritische Kommentare gesorgt. „Kirche kann nicht genug für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit tun. Niemand sprach damals mit den Leuten der Letzten Generation. Ich habe mich nicht mit ihnen auf die Straße geklebt, ich habe einer Aktivistin zehn Minuten auf unserer Bühne gegeben, in denen sie zeigen konnte, dass die Letzte Generation mehr ist als Sekundenkleber“, erklärt Heinrich. Und weiter: „Eine Kernfunktion von Kirche ist, Menschen ins Gespräch zu bringen, Verständigungsort zu sein. Insofern würde ich sie wieder einladen.“

„Wir sind alle von Gott angenommen“

Grundsätzlich sei sie für eine öffentliche Auseinandersetzung auch mit Menschen, deren Anliegen sie ablehne. „Wenn Menschen rote Linien überschreiten, braucht es Widerspruch, am besten im selben Raum. Deshalb gehe ich auch in diese Räume. Wenn ich auf dem Christival spreche, legitimiere ich damit kein Abtreibungsverbot“, sagt sie, angesprochen auf einen Auftritt dort und dass die Veranstaltung von „konservativen Freikirchen“ unterstützt werde, „die ein Abtreibungsverbot fordern“, wie es in der „Zeit“ heißt.

In der Vergangenheit habe sie sich auch mit „allen religionspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen getroffen, auch mit dem der AfD“. Allerdings nur unter vier Augen, da spreche sie mit jedem. „Öffentlich würde ich das immer abwägen.“

Heinrich nutzt das Gespräch auch, um in Zeiten des Mitgliederschwunds Werbung für ihre Kirche zu machen. „Meditation und Yoga sind super. Aber oft landet man wieder nur bei sich: Wie werde ich ruhiger, fitter, besser?“, sagt sie. Und: „Kirche ist anders. Nach unserem christlichen Menschenbild muss man nichts leisten, nicht perfekt sein. Wir sind alle von Gott angenommen.“

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