Für den Grünen-Politiker Winfried Kretschmann ist der christliche Glaube nach eigener Aussage bedeutsam: persönlich und gesellschaftlich.
Der Grünen-Politiker Winfried Kretschmann, der nach 15 Jahren in Bälde sein Amt als Ministerpräsident von Baden-Württemberg übergeben wird, hob während seiner Amtszeit immer wieder die Bedeutung des christlichen Glaubens für seine Persönlichkeit wie auch für die Gesellschaft hervor (Promis Glauben berichtete). Aktuell erklärte er, dass die säkulare Gesellschaft die Kirchen braucht.
Bereits im November 2024 bezeichnete Winfried Kretschmann – bei einem Festakt des Katholischen Büros Stuttgart – die Stimme der Kirchen als unverzichtbar für eine menschenfreundliche Gesellschaft. Dazu erklärte der baden-württembergische Ministerpräsident, dass eine funktionierende Gesellschaft die „religiöse Ressource“ braucht, der „Glaube an den personalen Schöpfergott“ eine Quelle für Humanität und Freiheit sei und die Hoffnung der Auferstehung eine Quelle für Gerechtigkeit darstelle (Promis Glauben berichtete).
Zum Gotteszugang im christlichen Glauben sagte er in einem pro-Interview 2024:
„Christus ist Mensch und Gott. Dieses Göttliche zeigt sich übrigens auch in der Kreativität, die uns Menschen zu eigen ist. Das überraschend Gute in uns kann uns aus Krisen befreien. Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe haben eine enorme Kraft.“
Das Vaterunser sei für ihn „ein großer Schatz“, so Kretschmann.
Wie Vatican News berichtet, erklärte Kretschmann am 28. Februar 2026 in Stuttgart, dass eine säkularer werdende Gesellschaft „engagierte Christen“ brauche sowie „Kirchen, die die Gesellschaft in unseren Zeiten des Umbruchs begleiten, mit tiefgründigen Impulsen“. Dabei müssten die Kirchen einen klaren Wertekompass mit Lebensklugheit und konstruktiver Kritik verbinden, führte der 77-Jährige weiter aus und warnte, dass immer weniger Menschen bewusst sei, „dass wir entscheidende gemeinsame Werte und Haltungen dem christlichen Glauben zu verdanken haben“. Dazu erklärt Kretschmann:
„Wir werden alle spüren, wenn in unserer Gesellschaft die Imprägnierung durch den christlichen Glauben und Geist nachlässt: Der Ton wird rauer werden, der Umgang härter, die Sichtweise enger.“
Weiter betont er:
„Der christliche Glaube verleiht unserer ganzen Gesellschaft grundsätzliche Dimensionen: Kultur, Humanität, Transzendenz und besonders Vertrauen.“
Bereits im Januar 2023 plädierte Winfried Kretschmann in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ zum Thema „Kirche raus aus dem Staat?“ für eine differenziertere Sicht auf die Kirche (Promis Glauben berichtete). Unter anderem erklärte er innerhalb dieser Sendung:
„Schauen Sie doch mal in die nächste Kirchengemeinde, egal ob evangelisch oder katholisch. Dann werden sie an dem, was die Menschen vor Ort tun, keine Kritik verlieren. Die setzten sich für Alte ein, für Schwache ein. Die kümmern sich um Einsame. Die setzen sich für unser Leben ein. Die tun Tag und Nacht Gutes. In diese Ecke sollten wir schon auch gucken und nicht nur auf irgendwelche Kirchenoberen zeigen, die dafür verantwortlich sind, dass es leider nicht so läuft wie wir es gerne hätten.“
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